Süddeutsche Zeitung
Der sanfte Relaunch mit 40 neuen Schriften.
Als erste überregionale Tageszeitung im Land ließ sich die Süddeutsche Zeitung maßgeschneiderte Schriftfamilien für alle ihre Kanäle entwickeln. SZ Text, SZ Serif und SZ Sans feierten in der Printausgabe Premiere (vgl. Titelseite, Abbildung oben). Entworfen wurden die Schriften vom Büro ErlerSkibbeTönsmann, namentlich den Type-Designern Henning Skibbe (FF Dingbats, FontFont) und Nils Thomsen (Meret, Ourtype), in enger Zusammenarbeit mit dem SZ-Artdirector Christian Tönsmann(Layout).
FontShop Berlin hat die technische Aufarbeitung der 40 Schriftentwürfe übernommen. Die Fonts wurde in verschiedenen Formaten erstellt und optimiert. Es wurde sowohl Type 1 PostScript Fonts als auch PostScript basierte OpenType Fonts für die Print-Systeme der Süddeutschen Zeitung erstellt. Dazu kam noch die Produktion der Webfonts in den Formaten WOFF und EOT. Die Webfonts bekamen ein qualitativ hochwertiges Hinting, um eine optimale Lesbarkeit der Online-Ausgaben zu gewährleisten.
Seit Jahren vertritt das Corporate-Font-Team bei FontShop (gemeinsam mit Erik Spiekermann) die These, dass anspruchsvolle Medien und Marken mit einer exklusiv entwickelten Hausschrift
- ihr Profil maximal schärfen,
- ihre individuellen Anforderungen maßgeschneidert lösen,
- lizenzrechtliche Freiheit über alle Kanäle genießen und
- dies meist weniger kostet als die Lizenz einer Standardschrift.
Bei den deutschen Nachrichtenmedien setzt sich diese Erkenntnis langsam durch; britische und US-amerikanische Zeitungen praktizieren den Individualweg bereits seit Jahren mit Erfolg. Die Tageszeitung (taz) war einst Vorreiter (Schriften: Taz und Tazzer, heute nicht mehr exklusiv), auch der SPIEGEL arbeitet seit über zehn Jahren mit individualisierten Schriftfamilien (modifizierte Franklin Gothic und Linotype Rotation).
Mehr im Fontblog-Artikel.

























